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Herkunft und GeschichteBearbeiten

Welsh Corgi Cardigan
Cardigan Welsh Corgi 1
FCI Nr.038
Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde (ohne Schweizer Sennenhunde)
Sektion 1: Schäferhunde
Ohne Arbeitsprüfung
Infos:
Ursprung:
Widerristhöhe:
Gewicht:
Lebenserwartung:
Großbritannien
25-33 cm
11-18 kg
12-14 Jahre
Aussehen:
Körperbau: Niederläufiger Hund mit länglichem Gebäude und tiefem Brustkorb, sehr großen, aufrechten Ohren und einer langen, tief angesetzten Rute.
Fell: Das Haarkleid ist von mittlerer Länge mit Kragen.
Farbe: Es ist gestromt, blue merle, schwarz, schwarz und lohfarben, schwarz gestromt, sable und rot, häufig mit weißen Abzeichen.
Einsatz:
Früher: Hüte- und Treibhund
Heute: Hüte-, Familien-, Begleit- und Jagdhund

Der Welsh Corgi ist zweifelsohne eine sehr alte Rasse, die schon 1086 im großen britischen Reichsgrundbuch, dem Domesday Book, belegt ist. Aber seine Ursprünge liegen wohl noch viel weiter zurück und bleiben Gegenstand reichlicher Spekulationen. Der Name leitet sich vom keltischen Wort für "Hund" ab, möglicherweise stammt der Welsh Corgi denn auch von keltischen Rassen ab, während anderes dafür spricht, dass er der Vor- oder Nachfahre des Schwedischen Vallhundes ist. Von den beiden Welsh-Corgi-Rassen ist der Cardigan ohne Zweifel die ältere. Er war ein Treibhund, der das Vieh mit kleinen Bissen in die Hinterläufe vorantrieb. Bis 1934, als beide Corgis offiziell als eigenständige Rassen anerkannt wurden, kreutze man sie noch häufig. Heute lässt sich der Cardigan an seinem schwereren Körperbau, den größeren Ohren und der buschigen Rute erkennen.

CharakterBearbeiten

Zum Wesen des Cardigans ist im Rassestandard weniger zu finden, es heißt, der Cardigan ist wachsam, ausgeglichen, weder scheu noch aggressiv. Dies sagt nicht soviel aus, es ist eben allgemein schwierig, das Wesen eines Hundes in Worte zu fassen. Auf jeden Fall kann man sagen, dass der Cardigan nicht nervös, hektisch oder schreckhaft ist. Er ist sehr aufmerksam und an allem interessiert. Er mag keine Langeweile, die lässt er gar nicht erst aufkommen, und liebt die Abwechslung. Das können gern ausgedehnte Spaziergänge sein, aber es reichen auch kleinere Runden, wenn ansonsten noch einiges passiert. Ab und zu ist im Zusammenhang mit dem Cardigan von dem Begriff „Managertyp“ die Rede, was durchaus zutreffend ist. Ein Hund, der wichtig und präsent ist und selten unauffällig im Hintergrund bleibt. Die enorme Beweglichkeit, Wendigkeit und Schnelligkeit beim Cardigan ist sehr beeindruckend. Wer sie das erste Mal beim ausgelassenen Spiel beobachtet, ist meist sehr überrascht. Auch am Lernen kann der Cardigan viel Freude entwickeln. Hundesport ist durchaus gut möglich, sehr geeignet ist z.B. Obedience.  Der Vorteil beim Obedience liegt auch darin, dass sehr positiv und mit viel Lob gearbeitet wird. Dort kann der Lerneifer und die Intelligenz des Cardigans gut genutzt werden. Seine in der Regel bestehende tiefe Bindung zum Hundeführer bringt die notwendige Motivation mit sich und eine Überforderung durch zu hohe körperliche Anstrengungen besteht nicht. Natürlich formt nicht nur das Training beim Hundesport, sondern vielmehr der tägliche Umgang das Benehmen eines Hundes. Der Cardigan braucht eine liebevolle, konsequente Erziehung. Liebevoll, weil er sonst auch ganz schön stur sein kann und konsequent, weil er bei Inkonsequenz auch sehr schnell lernt, dass man ja nicht immer gehorsam sein muss. Der Cardigan ist ein selbstständiger Hund und damit auch gern bereit, eigene Entscheidungen zu treffen, wenn es sonst niemand übernimmt. Die Wachsamkeit eines Cardigans ist sehr ausgeprägt, ihm entgeht nichts. Allerdings heißt das nicht, dass der Cardigan viel kläfft. Etwas Ungewöhnliches, wird meistens kurz und lautstark angezeigt, natürlich auch die Haustürklingel. Wenn der Hundehalter dann die Situation selbst souverän in der Hand hat, besteht für den Cardigan keine Notwendigkeit, weiter zu kläffen. Natürlich ist dies auch eine Sache der Erziehung. Auch eine große Kinderfreundlichkeit wird den Cardigans nachgesagt. Dafür spricht, dass der Cardigan nicht nervös reagiert, auch wenn es mal etwas lauter und wilder zugeht, wie es beim Zusammenleben mit Kindern eben vorkommt. Natürlich ist diese Kinderliebe nicht einfach angeboren, aber gerade Cardigans, die in einer Familie mit kleinen Kindern aufwachsen, lieben „ihre“ Kinder sehr. Meist beruht das auch auf Gegenseitigkeit.

Wesensmerkmale in Kürze:Bearbeiten

  • kinderlieb
  • für Stadtwohnung geeignet
  • verträgt sich gut mit anderen Hunden
  • begnügt sich mit mäßiger körperlicher Betätigung
  • guter Wachhund

Bilder zum CorgiBearbeiten

QuellenBearbeiten

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