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Herkunft und GeschichteBearbeiten

Rottweiler
301 800
FCI Nr.147
Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer - Molossoide - Schweizer Sennenhunde
Sektion 2: Molossoide 2.1 Doggenartige Hunde
Mit Arbeitsprüfung
Infos:
Ursprung:
Größe:
Gewicht:
Lebenserwartung:
Deutschland
56-68 cm
36-59 kg
10-12 Jahre
Aussehen:
Körperbau: Großer, muskulöser Mastifftyp mit breitem Schädel und kräftigem Fang. Die Ohren sind relativ klein und nach vorn geklappt. Die Rute wird in Verlängerung der Rückenlinie oder auch hängend getragen.
Fell: Das Haarkleid ist kurz und dicht.
Farbe: Es ist schwarz mit lohfarbenem Brand.
Einsatz:
Früher: Treib-, Hüte- und Polizeihund
Heute: Polizei-, Familien-, Rettungs-, Wach- und Begleithund

Über die Herkunft des Rottweilers bestehen die verschiedensten Ansichten. Unter Berücksichtigung der Tatsache, daß die besondere Eignung des Rottweilers in dem Treiben von Vieh bestand und offensichtlich diese Tätigkeit in der zurückliegenden Zeit hauptsächlich ausgeführt wurde, sind die Urahnen unsere Rottweiler in den damaligen römischen Legionen zu finden. Die Römer setzten Hunde als Herden und Treibhunde ein. Diese Hunde beschützten die Menschen und das Vieh. Noch heute kann man den Verlauf der alten römischen Heerstraßen, wovon eine dieser Straßen über die Alpen in die Richtung des Bodensees führte, nachvollziehen, da das Straßennetz des römischen Weltreichs sehr eingehend erforscht ist. Man gelangte in das Gebiet der heutigen Stadt Rottweil, der Stadt also, die dem Hund den Namen gab. Im weiteren Verlauf des 19. Jahrhunderts wurden die römischen Hunde mit bodenständigen Hirtenhunden verschiedener Arten gepaart. Im Verlauf von mehreren Jahrzehnten wurden diese Hunde auf Lebenstüchtigkeit, Intelligenz, Ausdauer und Treibeigenschaften gezüchtet. Sie wurden somit unentbehrliche Helfer der Viehhändler und Metzger. Wie schon erwähnt, war dieser Hund am häufigsten in und um die damalige Reichsstadt Rottweil verbreitet und so erhielt er im Mittelalter den Namen Rottweiler. Wenn die Hunde in Rottweil in so hoher Wertschätzung standen, so hatte dies wohl vor allen seinen Grund darin, daß sie sich vielfach als Hüte und Treibhunde bewährten. Rottweil war im 19. Jahrhundert ein ausgesprochenes Viehhandels-Zentrum, von wo Rinder und Schafe vor allem in den Breisgau, ins Elsaß und ins Neckartal getrieben wurden. Bei solchen Herdenzügen benötigte man zu Zeiten, wo es Räuber oder Wölfe gab und weite Landstriche kaum besiedelt waren, kräftige, ausdauernde, ruhige und kluge Hunde. Ein richtiger Metzger aus Rottweil und Umgebung hatte gewöhnlich gleich mehrere Rottweiler, denn in den Händen der Metzger lag der Viehhandel hauptsächlich. Im Laufe der Zeit wurde das Vieh durch Aufkommen der Eisenbahn und anderer Fahrzeuge auf andere Art transportiert und der Rottweiler seiner damals so nützlichen Aufgabe entledigt. Der Bestand nahm im Laufe des 19. Jahrhunderts drastisch ab. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts erinnerten sich Liebhabern und Organisationen, die das Potenzial der Rasse in diversen Aufgabenbereichen erkannten, an die hervorragenden Charaktereigenschaften des Rottweilers. Der hohe Gebrauchswert dieser Rasse wurde im Polizeidienst erprobt, und im Jahre 1910 wurde der Rottweiler als Polizeihunderasse anerkannt. Heute ist der Rottweiler in ganz Europa verbreitet, vor allem aber in den USA erfreut sich die Rassen großer Beliebtheit.

CharakterBearbeiten

Während der Rottweiler in manchen Ländern hauptsächlich als Wach- und Begleithund gilt, wird er in anderen als Zug- und Rettungshund bei der Bergwacht eingesetzt. Im Allgemeinen ist er friedlich, kann aber territorial und dominant sein und ist einem unerfahrenen Halter nicht zu empfehlen. Positive Eigenschaften, wie ein ruhiges, ausgeglichenes und nervenstarkes Wesen mit einer hohen Reizschwelle sowie ein gesunder und belastbarer Körper zeichnen den Rottweiler aus. Durch seine individuellen Eigenschaften ist der Rottweiler für viele verschiedene Einsatzmöglichkeiten geeignet. Durch seine positiven Charaktereigenschaften eignet sich der Rottweiler sehr gut als sozialer Begleiter und als tierischer Partner innerhalb der Familie. Eine konsequente Erziehung ist aber eine Grundvoraussetzung für ein problemloses Miteinander. Die Polizei, Bundespolizei und Bundeswehr nutzen die hervorragenden Eigenschaften des Rottweilers, um ihn als Sprengstoff-, Brandmittel-, Rauschgift-, Leichen- und Blutspürhund sowie Fährten- und Schutzhund einzusetzen. Als Flächen-, Trümmer- und Lawinensuchhund wird er international in Katastrophengebieten eingesetzt und angefordert.

Wesensmerkmale in Kürze:


  • braucht nur wenig Fellpflege
  • lässt sich leicht zum Gehorsam erziehen
  • kommt mit anderen Hunden nicht gut zurecht
  • guter Wachhund

BilderBearbeiten

QuellenBearbeiten

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