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|Farbe = Es ist schwarz, grau, apricot oder weiß.
 
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|Früher = Hüte- und Treibhund
 
|Früher = Hüte- und Treibhund
|Heute = Hüte- und Begleithund}}Der Puli ist ein ungarischer Schäferhund, der wie sein enger Verwandter, der [[Komondor]], wahrscheinlich von einer alten tibetanischen Rasse abstammt, die mit den Nomadenstämmen der Magyaren nach Ungarn gelangte. Er hat ein außergewöhnliches, in Schnüren fallendes Haarkleid, das bei einem älteren Hund bis zum Boden reichen kann. Zwar braucht das Fell wenig Pflege, doch sollten die nachwachsenden Schnüre immer wieder voneinander getrennt werden. Der Puli wurde ursprünglich eher als Schaftreiber stat als -hüter eingesetzt. Dunkle Fellfarben wurden bevorzugt, um den Hund leichter in der Schafherde zu erkennen. Heute gibt es verschiedene Farben, darunter auch weiß. Der Puli war nach dem 2. Weltkrieg fast ausgestorben, die Bestände konnten in einem weltweiten Zuchtprogramm aber wieder gesichert werden.
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Der Puli ist ein ungarischer Schäferhund, der wie sein enger Verwandter, der [[Komondor]], wahrscheinlich von einer alten tibetanischen Rasse abstammt, die mit den Nomadenstämmen der Magyaren nach Ungarn gelangte. Er hat ein außergewöhnliches, in Schnüren fallendes Haarkleid, das bei einem älteren Hund bis zum Boden reichen kann. Zwar braucht das Fell wenig Pflege, doch sollten die nachwachsenden Schnüre immer wieder voneinander getrennt werden. Der Puli wurde ursprünglich eher als Schaftreiber statt als -hüter eingesetzt. Dunkle Fellfarben wurden bevorzugt, um den Hund leichter in der Schafherde zu erkennen. Heute gibt es verschiedene Farben, darunter auch weiß. Der Puli war nach dem 2. Weltkrieg fast ausgestorben, die Bestände konnten in einem weltweiten Zuchtprogramm aber wieder gesichert werden.
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==Beschreibung==
 
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Eine typische, meist bodenlange Schnüren-Behaarung ist Rassenmerkmal und auffälligstes Kennzeichen der bis 45 cm großen (Widerristhöhe) und bis zu 14 kg schweren Pulik. Dieses Haarkleid bildet sich über einen Zeitraum von 1 bis 2 Jahren nach Ablegen des flauschigen Welpenfells, wenn feine Unterwolle und gröbere Deckhaare miteinander verfilzen. Hat das Fell – genetisch bedingt – die richtige Mischung aus gröberem Deckhaar und feinerer Unterwolle, verfilzt nicht das gesamte Deckfell zu einer Planke (Platte), sondern fällt bei nur wenig Pflege durch die Halter in dünnen Schnüren oder Bändern. Aufgrund des üppigen Haarkleides und der im Fell verbleibenden toten Unterwolle riecht das Fell dieser Hunderasse bei Nässe stark. Dieses dichte Fell soll den arbeitenden Hütehund jedoch sowohl vor Kälte als auch vor den Bissen angreifender Raubtiere schützen. Es wird nicht ausgetauscht und wächst nur langsam nach. Die Schnüre bedecken auch die Augen, so dass der Hund sichtbehindert sein kann, wenn sie nicht zusammengebunden werden. Schlappohren, dunkle, mandelförmige Augen und eine schwarze Nase gehören ebenfalls zum Rassestandard. Die dichtbehaarte Rute wird aufgerollt getragen. Pulik können entweder schwarzes oder perlenweißes Fell haben. Mit den schwarzhaarigen Pulik zu einer Varietät zusammengefasst werden die falbfarbenen Pulik, die dem Rassestandard entsprechend eine deutliche schwarze Maske haben müssen, und die Pulik, deren schwarzes Fell geringe rostrote oder graue Nuancen aufweist.
 
Eine typische, meist bodenlange Schnüren-Behaarung ist Rassenmerkmal und auffälligstes Kennzeichen der bis 45 cm großen (Widerristhöhe) und bis zu 14 kg schweren Pulik. Dieses Haarkleid bildet sich über einen Zeitraum von 1 bis 2 Jahren nach Ablegen des flauschigen Welpenfells, wenn feine Unterwolle und gröbere Deckhaare miteinander verfilzen. Hat das Fell – genetisch bedingt – die richtige Mischung aus gröberem Deckhaar und feinerer Unterwolle, verfilzt nicht das gesamte Deckfell zu einer Planke (Platte), sondern fällt bei nur wenig Pflege durch die Halter in dünnen Schnüren oder Bändern. Aufgrund des üppigen Haarkleides und der im Fell verbleibenden toten Unterwolle riecht das Fell dieser Hunderasse bei Nässe stark. Dieses dichte Fell soll den arbeitenden Hütehund jedoch sowohl vor Kälte als auch vor den Bissen angreifender Raubtiere schützen. Es wird nicht ausgetauscht und wächst nur langsam nach. Die Schnüre bedecken auch die Augen, so dass der Hund sichtbehindert sein kann, wenn sie nicht zusammengebunden werden. Schlappohren, dunkle, mandelförmige Augen und eine schwarze Nase gehören ebenfalls zum Rassestandard. Die dichtbehaarte Rute wird aufgerollt getragen. Pulik können entweder schwarzes oder perlenweißes Fell haben. Mit den schwarzhaarigen Pulik zu einer Varietät zusammengefasst werden die falbfarbenen Pulik, die dem Rassestandard entsprechend eine deutliche schwarze Maske haben müssen, und die Pulik, deren schwarzes Fell geringe rostrote oder graue Nuancen aufweist.

Aktuelle Version vom 12. November 2017, 20:03 Uhr

Der Puli (Plural: Pulik) ist eine von der FCI anerkannte ungarische Rasse (FCI-Gruppe 1, Sektion 1, Standard Nr. 55).

Herkunft und GeschichteBearbeiten

Puli
Cache 2441302528
FCI Nr.055
Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde (ohne Schweizer Sennenhunde)
Sektion 1: Schäferhunde
Ohne Arbeitsprüfung
Infos:
Ursprung:
Widerristhöhe:
Gewicht:
Lebenserwartung:
Ungarn
38-45 cm
10-15 kg
12-14 Jahre
Aussehen:
Körperbau: Mittelgroßer, aber recht muskulöser Hund. Die Ohren sind mittelgroß und hängend. Die Rute wird über den Rücken gerollt getragen.
Fell: Das Haarkleid ist ungewöhnlich und Schnüren fallend.
Farbe: Es ist schwarz, grau, apricot oder weiß.
Einsatz:
Früher: Hüte- und Treibhund
Heute: Hüte- und Begleithund


Der Puli ist ein ungarischer Schäferhund, der wie sein enger Verwandter, der Komondor, wahrscheinlich von einer alten tibetanischen Rasse abstammt, die mit den Nomadenstämmen der Magyaren nach Ungarn gelangte. Er hat ein außergewöhnliches, in Schnüren fallendes Haarkleid, das bei einem älteren Hund bis zum Boden reichen kann. Zwar braucht das Fell wenig Pflege, doch sollten die nachwachsenden Schnüre immer wieder voneinander getrennt werden. Der Puli wurde ursprünglich eher als Schaftreiber statt als -hüter eingesetzt. Dunkle Fellfarben wurden bevorzugt, um den Hund leichter in der Schafherde zu erkennen. Heute gibt es verschiedene Farben, darunter auch weiß. Der Puli war nach dem 2. Weltkrieg fast ausgestorben, die Bestände konnten in einem weltweiten Zuchtprogramm aber wieder gesichert werden.

BeschreibungBearbeiten

Eine typische, meist bodenlange Schnüren-Behaarung ist Rassenmerkmal und auffälligstes Kennzeichen der bis 45 cm großen (Widerristhöhe) und bis zu 14 kg schweren Pulik. Dieses Haarkleid bildet sich über einen Zeitraum von 1 bis 2 Jahren nach Ablegen des flauschigen Welpenfells, wenn feine Unterwolle und gröbere Deckhaare miteinander verfilzen. Hat das Fell – genetisch bedingt – die richtige Mischung aus gröberem Deckhaar und feinerer Unterwolle, verfilzt nicht das gesamte Deckfell zu einer Planke (Platte), sondern fällt bei nur wenig Pflege durch die Halter in dünnen Schnüren oder Bändern. Aufgrund des üppigen Haarkleides und der im Fell verbleibenden toten Unterwolle riecht das Fell dieser Hunderasse bei Nässe stark. Dieses dichte Fell soll den arbeitenden Hütehund jedoch sowohl vor Kälte als auch vor den Bissen angreifender Raubtiere schützen. Es wird nicht ausgetauscht und wächst nur langsam nach. Die Schnüre bedecken auch die Augen, so dass der Hund sichtbehindert sein kann, wenn sie nicht zusammengebunden werden. Schlappohren, dunkle, mandelförmige Augen und eine schwarze Nase gehören ebenfalls zum Rassestandard. Die dichtbehaarte Rute wird aufgerollt getragen. Pulik können entweder schwarzes oder perlenweißes Fell haben. Mit den schwarzhaarigen Pulik zu einer Varietät zusammengefasst werden die falbfarbenen Pulik, die dem Rassestandard entsprechend eine deutliche schwarze Maske haben müssen, und die Pulik, deren schwarzes Fell geringe rostrote oder graue Nuancen aufweist.

CharakterBearbeiten

Selbstständig, willensstark, wachsam, mutig und laut bellend verteidigen diese ursprünglichen Arbeitshunde in ihrer Heimat Ungarn die ihnen anvertraute Herde oder ihr Territorium und sind dabei fremden Menschen und Tieren, auch anderen Hunden gegenüber misstrauisch. Sie sind beweglich, schnell, lernbegierig und ausdauernd. Als Gebrauchshunde arbeiten Pulis als Hütehunde für Kleintiere, Borstenvieh und Geflügel, die Herden in der Größe von Hunderten von Tieren zusammenhalten können. Daher auch das ausgeprägte Treibverhalten mit Fixieren, Beißen in die Fersen und Verbellen. Bei einem reinen Haushund kann diese Bellfreude jedoch gelegentlich zum Problem werden. Als Haushund ist ein Puli ein treuer Begleiter, der auch seine menschliche Familie und deren Grundstück mit größter Aufmerksamkeit bewacht. Gut geprägte Pulik sind im Allgemeinen umgänglich, werden sie aber auf dem Grundstück des Besitzers – also ihres Rudels – allein gelassen, sind sie fremden Menschen gegenüber scheu und misstrauisch.

Pulik sind auf Grund ihrer Statur äußerst lauffreudig und beweglich. Wegen ihres üppigen Fells, das diese Hunde temperaturanfällig macht, sind im Sommer ideale Bewegungszeiten die Morgen- und Abenddämmerung. Bei Temperaturen von ca. 15 Grad Celsius sieht man agile huncut (ungarisch: Strolche), die bei Hitze jedoch stundenlang regungslos dösen. Pulik mit voller Behaarung verlieren ihre anfängliche Wasserfreude manchmal und gehen dann nur noch ungern schwimmen. Das bodenlange Fell saugt sich voll, und die langen Zotten behindern sie beim Schwimmen. Da das Fell auch nur langsam trocknet, trägt der Hund stundenlang eine schwere Last.

Wesensmerkmale in Kürze:Bearbeiten

  • für Stadtwohnung geeignet
  • leidet unter zu großer Hitze
  • fühlt sich in kaltem Klima wohl
  • braucht sehr viel Fellpflege
  • lässt sich leicht zum Gehorsam erziehen
  • guter Wachhund

Die Pflege - bei diesem Fell sehr wichtigBearbeiten

Die rassetypische Bänder- oder Schnürenbehaarung entsteht, wenn Pulis nicht geschoren, gekämmt oder gebürstet, sondern ihre Haarspitzen lediglich auseinandergezogen werden, ein Vorgang der Zotten genannt wird. Während beispielsweise im American Kennel Club auch ein Bürsten des Haarkleides zugelassen ist, wird ausgekämmtes Fell im Rassestandard der FCI als unerwünscht bezeichnet. Gelegentlich werden die Hunde entgegen der Rassestandards geschoren, z.B. weil Weibchen nach einem Wurf, das Haarkleid teilweise abstoßen, bzw. weil die Felllast den älteren Hund zum Teil deutlich an der Bewegung hindert.

BilderBearbeiten

QuellenBearbeiten

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