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Herkunft und GeschichteBearbeiten

Labrador Retriever
LR 1116538 1
FCI Nr.122
Gruppe 8: Apportierhunde - Stöberhunde - Wasserhunde
Sektion 1: Apportierhunde
Mit Arbeitsprüfung
Infos:
Ursprung:
Widerristhöhe:
Gewicht:
Lebenserwartung:
Großbritannien
54-62 cm
25-31 kg
10-12 Jahre
Aussehen:
Körperbau: Massiver, muskulöser Retriever mit länglichem Gebäude, breitem Kopf, mittelgroßen Behängen und einer sich zur Spitze hin verjüngenden, otterartigen Rute (Otterrute).
Fell: Das Haarkleid ist kurz, hart und glatt.
Farbe: Es kann schwarz, gelb und schokoladenbraun sein.
Einsatz:
Früher: Jagdgebrauchshund
Heute: Begleit-, Familien-, Rettungs-, Blinden-, Therapie- und Drogenspürhund

Der Labrador Retriever ist ein Nachkomme des St. John's Dog und stammt ursprünglich aus Neufundland in Kanada, wo er einst Fischernetze an Land holte, bevor er als Jagdgebrauchshund Verwendung fand. Vor allem für das Apportieren von Wasservögel - eine Rolle, in der man ihn heute noch findet. Dieses hochintelligente und gelehrige Tier wird häufig auch als Drogenspürhund, Blinden- und Therapiehund eingesetzt. Dank seines sanften, ruhigen und anhänglichen Wesens wurde er auf beiden Seiten des Atlantiks zu einem der beliebtesten Begleithunde überhaupt. Zwar ist der Ursprung dieser Rasse kanadisch, doch man unterscheidet zwischen nordamerikanischen und britischen Schlägen. Letztere sind etwas schwerer gebaut und größer. Für beide aber ist regelmäßiger Auslauf sehr wichtig, da die Tiere zu Übergewicht neigen.

BeschreibungBearbeiten

Nach dem geltenden Rassestandard ist ein Labrador-Rüde 56 bis 57 cm groß (Widerristhöhe), eine Hündin 54 bis 56 cm groß. Kleine Abweichungen in der Größe werden toleriert. Labrador Retriever gibt es in den Fellfarben einfarbig schwarz, gelb oder leber/schokoladenbraun; gelb reicht von hellcreme bis fuchsrot; die Fellfarben gelb und braun sind bei der Fellvererbung rezessiv gegenüber schwarz. Der Labrador Retriever ist ein kräftig gebauter, gut bemuskelter Hund mit breitem Schädel. Sein Erscheinungsbild wird im FCI/VdH-Rassestandard als „stark gebaut, breiter Schädel, breiter und tiefer Brustkorb, breit und kurz in Lendenpartie und Hinterhand“ sowie als sehr aktiv beschrieben. Er ist von freundlicher Natur, ohne eine Spur von Aggression oder unangebrachter Scheu. Ausgeprägt ist sein Wille zu gefallen (engl. „will to please“). Rassetypisch für den Labrador Retriever ist die sich zur Spitze verjüngende, in Höhe der Rückenlinie angesetzte und verlaufende Otterrute. Unter dem kurzen Fell des Labrador Retrievers befindet sich eine wasserdichte Unterwolle. Die mittelgroßen Ohren werden dicht am Kopf getragen und sind weit hinten angesetzt. Der Fang ist von mittlerer Länge, kräftig und nicht spitz. Obwohl es nach dem gültigen Rassestandard nur einen Labrador gibt, haben sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur in England, mehr noch in Ländern auf dem europäischen Kontinent „Showlinien“ mit einem kompakteren Typ und leichter gebaute „Arbeitslinien“, so genannte „Field Trials“, auseinander entwickelt. Dem Rasseideal kommt sicher der klassische „Dual Purpose“-Typ, der „work“ und „show“ auch im Typ harmonisch miteinander verbindet, am ehesten nahe.

CharakterBearbeiten

Labrador Retriever sind gutmütige und freundliche Hunde. Jegliche Art von Schärfe, Aggressivität oder Scheu gegenüber Menschen sind dem rassetypischen Labrador fern. Der Labrador Retriever verhält sich sowohl seiner Umwelt als auch Menschen gegenüber freundlich, aufgeschlossen und neugierig. Er fühlt sich in der Gegenwart von Menschen wohl und zeigt auch keine Scheu, Angst oder Unsicherheit, wenn diese ihm zu nahe kommen. Der Labrador Retriever ist ein sehr geduldiger und ausgeglichener Hund. Dies rührt wahrscheinlich von seiner langjährigen jagdlichen Nutzung her. Als Apportierhund hatte der Labrador Retriever während der Jagd neben seinem Herrchen oder Frauchen zu liegen, bis das Wild aufgestöbert und geschossen war, um dann das tote Wild zu apportieren. Ein Retriever sollte ein „weiches Maul“ haben, er sollte die Beute ohne Beschädigung zum Hundeführer bringen. Geblieben ist dem Labrador Retriever auch seine Liebe zum Wasser und zum Apportieren.Trotz seiner eigentlich sehr ruhigen Art benötigt der Labrador Retriever viel geistige und körperliche Beschäftigung. Ein Labrador Retriever bringt einen ausgeprägten will to please mit. Das heißt, er hat das starke Bedürfnis, seinem Besitzer zu gefallen. Dies macht den Labrador Retriever zu einem Hund, der auch bei Anfängern sehr beliebt ist.

Wesensmerkmale in Kürze:Bearbeiten

  • kinderlieb
  • für Stadtwohnung geeignet
  • fühlt sich in kaltem Klima wohl
  • lebt und schläft gerne im Freien
  • lässt sich leicht zum Gehorsam erziehen
  • verträgt sich gut mit anderen Hunden

Bilder zum LabradorBearbeiten

QuellenBearbeiten

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