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Herkunft und GeschichteBearbeiten

Kuvasz
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FCI Nr.054
Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde (ohne Schweizer Sennenhunde)
Sektion 1: Schäferhunde
Ohne Arbeitsprüfung
Infos:
Ursprung:
Widerristhöhe:
Gewicht:
Lebenserwartung:
Ungarn
66-75 cm
37-40 kg
10-12 Jahre
Aussehen:
Körperbau: Sehr großer Hund. Kopf und Fang sind schwer und relativ kurz. Die dreieckigen Behänge liegen an.
Fell: Das Fell ist gewellt. Die Rute ist mit gewelltem, mitunter recht langem Haar bedeckt.
Farbe: Das Haarkleid ist weiß oder elfenbeinfarben.
Einsatz:
Früher: Hüte-, Herdenschutz- und Jagdhund
Heute: Herdenschutz-, Hüte-, Rettungs-, Wach- und Begleithund

Der Kuvasz wurde in Ungarn entwickelt und hat mit seinem wahrscheinlichen Verwandten, dem Komondor, eine gemeinsamen Vorfahren, der über die Türkei aus Tibet nach Europa gelangte und wohl auch an der Entwicklung anderer hoch gewachsener Hütehunderassen beteiligt war wie der des Pyrenäen-Berghundes, des Maremmen-Abruzzen-Schäferhundes und des Anatolischen Hirtenhundes. Diese kräftige Rasse wurde nicht nur als Hirtenhund, sondern auch bei der Bären- und Wildschweinjagd eingesetzt. Heute jedoch wird er zumeist als Begleit- oder Wachhund gehalten. Der Kuvasz ist intelligent, hat einen ausgeprägten Beschützerinstinkt, ist aber auch sehr undabhängig und sollte schon jung sozialisiert werden, da das erwachsene Tier sonst zu territorial und dominant werden und sich besonders anderen Hunden gegenüber aggressiv verhalten kann. Der Kuvasz braucht außerdem regelmäßig und viel Auslauf, will man verhindern, dass das Tier unruhig wird und sich destruktiv verhält.

CharakterBearbeiten

Der Kuvasz ist misstrauisch gegenüber allen Fremden, handelt eigenständig und schaltet schnell von Ruhephasen in höchste Alarmbereitschaft um. Er ist stets zur Verteidigung bereit und hat ein massives Bellverhalten bei Gefahr. Außerdem hat er eine gebietsmäßige (territoriale) Angriffsbereitschaft und ist extrem wachsam bei Dämmerung.

Diese typischen Eigenschaften können den Besitzern Schwierigkeiten bereiten. Eine umsichtige Sozialisierung des Züchters ist der erste Schritt um diesen Schwierigkeiten entgegen zu wirken. Pflicht eines jeden Züchters sollte sein, eine Routine herzustellen, die alle Lebenssituationen einschließt. Die neuen Besitzer des Kuvaszwelpen müssen unbedingt damit fortfahren und es auch erweitern. Hierzu gehört der Besuch einer Welpenspielgruppe, regelmäßiger Kontakt zu Kindern und Freunden der Familie, Gewöhnung an Postboten usw. Das alles ist notwendig um das Misstrauen des Kuvasz klein zu halten und Angriffe vorzubeugen. Was für den Kuvasz zum normalen Alltag gehört, braucht nicht durch Bellen angezeigt oder angegriffen werden. Trotzdem sollte die Selbstständigkeit des Kuvasz nicht unterschätzt werden, auch wenn man sie beeinflussen kann. Er wird immer verteidigungsbereit sein, auch wenn sein Besitzer nicht damit rechnet. Die hohe Reizschwelle des Kuvasz sinkt mit der Dunkelheit. Der Hund wird noch verteidigungsbereiter als bei Tag und ein gebietsmäßiger (territorialer) Angriff kann schnell erfolgen. Halter eines Kuvasz sollten immer vorrausschauend denken und handeln.

Wesensmerkmale in Kürze:Bearbeiten

  • für Kinder nicht geeignet
  • ungeeignet für Stadtwohnung
  • fühlt sich in kaltem Klima wohl
  • lebt und schläft gerne im Freien
  • kommt mit anderen Hunden nicht gut zurecht
  • guter Wachhund

Bilder zum KuvaszBearbeiten

QuellenBearbeiten

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