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Der Australian Shepherd ist eine von der FCI seit 1996 anerkannte Hunderasse aus den USA (FCI-Gruppe 1, Sektion 1, Standart Nr. 342). Der führende Zuchtverband für den Australian Shepherd ist der Australian Shepherd Club of America (ASCA), der 1957 das erste Zuchtbuch für die Rasse anlegte.

Herkunft und GeschichteBearbeiten

Australian Shepherd
Cache 2433614776
FCI Nr.342
Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde (ohne Schweizer Sennenhunde)
Sektion 1: Schäferhunde
Ohne Arbeitsprüfung
Infos:
Ursprung:
Widerristhöhe:
Gewicht:
Lebenserwartung:
USA
46-58 cm
18-28 kg
12-15 Jahre
Aussehen:
Körperbau: Solider Hütehund von mittlerer Größe und mit einer von Natur aus manchmal kurzen Rute. Die dreieckigen Ohren sind hoch angesetzt.
Fell: Mittellanges Haarkleid und leicht befederte Rute.
Farbe: Fell- und Augenfarbe variieren stark.
Einsatz:
Früher: Hütehund
Heute: Hüte-, Apportier-, Wach-, Such-, Rettungs-, Polizei- und Familienhund

Der züchterische Ursprung des Australian Shepherd liegt trotz seines Namens in Nordamerika, aufgrund seiner Assoziierung mit baskischen Schäfern, die im 19. Jahrhundert von Australien nach Amerika einwanderten, doch er wurde aus Hütehunderassen europäischen Ursprungs gezüchtet. Die Schäfer brachten Schafe mit sich, die zuvor nach Australien exportiert worden waren und darum in Nordamerika den Namen "Australian Sheep" erhielten. Dort wurden diese intelligenten und unglaublich ausdauernden Arbeiter auf Ranches und Farmen zum Schafehüten gehalten. Doch haben sie sich als sehr vielseitig erwiesen und werden ferner auch ala Apportier-, Wach-, Such- und Rettungshunde sowie im Polizeidienst eingesetzt. Sie haben einen ausgeprägten Beschützerinstinkt und sind anhänglich und treu, was sie außerdem zu beliebten Familienhunden macht. Doch diese Rasse muss nahezu ständig beschäftigt werden und Hunde aus reinen Arbeitsschlägen sind als Begleiter ungeeignet. Das erste Zuchtbuch wurde vom 1957 gegründeten Australian Shepherd Club of America (ASCA) angelegt. 1966 wurde daneben die International Australian Shepherd Association (IASA) gegründet. ASCA und IASA schlossen sich 1980 zu einem Club zusammen und sind seither zum größten Rasseclub Nordamerikas geworden. Der aktuelle Rassestandart des ASCA trat 1977 in Kraft. Seit den frühen 1990er Jahren führt der American Kennel Club (AKC) ebenfalls ein Zuchtbuch für Australian Shepherds und hat auch einen eigenen Rassestandard entwickelt, der im Januar 1993 in Kraft trat. Erst seit 1996 ist der Australian Shepherd eine von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) anerkannte Rasse. Der aktuelle Rassestandard stammt vom 5. Juni 2009. In Europa findet man Australian Shepherds erst seit den 1970er Jahren, seitdem aber immer öfter.

BeschreibungBearbeiten

Der Australian Shepherd besitzt einen ausgeglichenen Körperbau von mittlerer Größe und Knochenstärke. Die Rüden sollten laut FCI-Standard zwischen 50,8 und 58,5 cm, die Hündinnen zwischen 45,7 und 53,4 cm groß sein, jedoch sollte Qualität nie der Größe geopfert werden. Das Fell ist halblang, wetterbeständig und besitzt eine dichte Unterwolle, wobei das Deckhaar glatt bis leicht gewellt ist. Das Haar ist kurz und glatt am Kopf, an der Außenseite der Ohren, der Vorderseite der Vorderbeine und unterhalb der Sprunggelenke.

Charakteristisch war in der Vergangenheit die kupierte Rute, es gibt in der Rasse aber auch angeborene Stummelruten (NBT = Natural bobtail). Der Standard der FCI schreibt für eine kupierte Rute oder Stummelrute eine Länge von maximal 10 cm vor. Auch unkupierte Ruten sind im Standard vorgesehen, denn in vielen Ländern ist das Kupieren verboten. Die Augen des Hundes sind mandelförmig und von mittlerer Größe. Farben sind Blau, Braun, Bernsteinfarben (Amber) oder jede andere Variation oder Kombination dieser Farben, einschließlich Flecken und Marmorierung. Die Kippohren sind dreieckig und an der Spitze leicht abgerundet. Stehohren und Hängeohren sind schwere Fehler. Der Kopf ist in guter Proportion zum Körper, der Stop ist mittelmäßig ausgeprägt aber deutlich erkennbar. Die Vorderhand steht im rechten Winkel zu Boden. Die Hinterhand ist gut gewinkelt, jedoch muss der Rücken gerade sein, und darf erst ab der Kruppe mäßig abfallen. Wolfskrallen werden entfernt. Der Gang ist leicht, frei, weich, raumgreifend und ausbalanciert.

BilderBearbeiten

WesenBearbeiten

Da der Australian Shepherd für die Hütearbeit gezüchtet wurde, gehören Hunde dieser Rasse nur in die Hände von aktiven, sportlichen Besitzern, die die Hunde beschäftigen und auslasten können. Eine rein körperliche Beschäftigung wie Spazierengehen oder Fahrradfahren reicht nicht aus, um einen Australian Shepherd zu fordern. Anspruchsvolle Aktivitäten beim Hundesport bieten sich zur physischen und mentalen Auslastung an, z.B. Agility, Obedience, Dogdancing oder Discdogging.

Behörden und Rettungsdienste setzen die Rasse zur Fährtenarbeit und zum Aufspüren von Drogen ein. Bei artgerechter Auslastung sind Australian Shepherds auch als Familienhunde geeignet. Der Australian Shepherd ist in der Regel ein intelligenter und gelehriger Hund, der seinem Besitzer gefallen möchte (will to please).

Wesensmerkmale in Kürze:

  • kinderlieb
  • für Stadtwohnung geeignet
  • fühlt sich in kaltem Klima wohl
  • braucht sehr viel Fellpflege
  • lässt sich leicht zum Gehorsam erziehen
  • verträgt sich gut mit anderen Hunden

QuellenBearbeiten

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